09 Sep

Der 4. Lechfelder Lesegarten

Am 8. September war es wieder mal soweit: Der 4. Lechfelder Lesegarten stand ins Haus, besser gesagt in den Garten. Diesen hatte die Familie Lisa und Kaspar Berger wie im vergangenen Jahr liebevoll hergerichtet, sodass man sich richtig wohl fühlen konnte. Auch mit dem Wetter hatte man Glück, denn die Sonne schien und auch abends war es noch mild. Wem es dennoch zu kühl wurde, der konnte sich in eine der vielen Decken kuscheln.
Lisa Berger las aus dem Buch „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff. Der preisgekrönte Autor erzählt in autobiographischen Episoden, wie er als jüngster Sohn des Direktors einer Anstalt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aufwächst – auf dem Anstaltsgelände – und es liebt. Von zwei Brüdern, einem Hund und der Mutter, die den Alltag stemmt. Von einem Vater, der in seinem Sessel endlose Stunden hinter Zeitschriften und Büchern verschwindet und „so wahllos hochgebildet war wie kein anderer“, im Alltag aber völlig versagt. Dieser Vater wird wohl der einzige Mensch sein, der bei Windstärke Null in Seenot gerät und gerettet werden muss, weil infolge seines Versuchs, den Motor anzureißen, zunächst der Sohn und dann er selbst über Bord geht.

Zwölf Gäste aus dem Lechfeld kamen, um der Gastgeberin zu lauschen, und genossen eine rundum gelungene Veranstaltung.

Hier einige Eindrücke.